Jawa 350 mit Velorex 632 Beiwagen

Nicht aus den Fünfzigern, sondern aus den Neunziger Jahren stammt dieses Bild.



Jawa 350 mit Velorex 632


Obwohl ich befürchte, daß die Technik dieses Gespanns sehr wohl noch aus den Fünfzigern stammt. Wenn überhaupt....


Trotz intensivem Schrauben ist es mir nicht gelungen, dieses Gespann wirklich tourentauglich zu machen.
Natürlich kann es daran gelegen haben, dass ich nur ein Hobby-Mechaniker bin. Oder ich hatte zufällig eine Montags-Maschine.
...Es könnte aber auch daran liegen, dass Jawa nun mal nicht mit deutschen oder japanischen Qualitätsstandards fertigt. Oder war die Technik doch veraltet?

Jedenfalls kam ich im Schnitt auf eine Stunde Reparaturzeit alle vier Betriebsstunden. Bei einer Fahrt von Erlangen nach Münster war ich zehn Stunden unterwegs, von denen ich zwei Stunden am Strassenrand stand und Auspufftöpfe montierte oder Zündungen einstellte.

Zugutehalten muss man diesem tschechischen Produkt allerdings, dass man eben fast alles unterwegs reparieren kann, auch ohne "Jawa-Vertragswerkstatt" (Prust). Und die Ersatzteilpreise dürften wohl unter den Lagerkosten für die der deutschen Kollegen liegen....
Außerdem hat Jawa in den letzten Jahren einiges an Produktpflege betrieben, und z.B. meine "geliebte" Kontaktzündung ist einer kontaktlosen gewichen.


Für mich war es das ideale Einsteiger-Gespann! Preiswert in der Anschaffung, preiswert im Unterhalt (trotz neuer Kolben und Zylinder) und eine kleine Mechanikerlehre für sich.
Und wer es schafft, eine Jawa mit Telegabel, Solo-Federung und ohne Schwingungsdämpfer zu bändigen, der kann beruhigt auf jedes andere Gespann umsteigen. Nur das Fahren auf zwei Rädern fällt auf der original Barum-Bereifung doch leichter als auf 185er Autoreifen....



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